Folge 24 - Ursula Buchelt-Blöch - „Kleine Genussmomente in das Leben holen.“

Shownotes

Dr. Ursula Buchelt- Blöch ist Ärztin und Psychotherapeutin und hat sich in ihrer Arbeit unter anderem auf die Wechseljahre spezialisiert, mit denen sie sich schon sehr lange beschäftigt, weil sie als junge Ärztin an der Hormonambulanz mit Prof. Johannes Huber zusammengearbeitete.

Im Gespräch mit Birgit Fenderl erzählt Ursula Buchelt-Blöch davon, wie schwierig es für sie selbst vor mehr als 10 Jahren in ihren eigenen Wechseljahren war, eine richtige Therapie zu finden und dass auch sie selbst Angst davor hatte, ihre Weiblichkeit zu verlieren. Jetzt hilft sie Patientinnen, die wegen der Hormonumstellung plötzlich mit psychischen Problemen kämpfen. Oft entwickeln Frauen Ängste oder eine Niedergeschlagenheit, die sich wie eine Depression anfühlt aber eben keine klinische Depression ist. Sehr oft leiden Frauen in der Menopause unter sexueller Unlust, auf die sie mit Scham reagieren, was sich wiederum auf ihre Psyche schlägt. Veränderungen in Partnerschaft, im Job, im Körper – all das beschäftigt Frauen in dieser Lebensphase. Der Meno Tipp der Psychotherapeutin: Viele Freundinnen! Jüngere und ältere, so kommen wir besser durchs Leben!

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    00:00:00: Wie oft bist du als Psychotherapeutin eigentlich mit Frauen konfrontiert, die in den Wechseljahren zu dir kommen und zum ersten Mal und plötzlich psychische Probleme

    00:00:09: haben?

    00:00:09: Das ist schwer in Zahlen zu nennen.

    00:00:12: Aber es kommen immer wieder Frauen zu mir, die vermeintlich an einer klinischen Depression leiden Und bei näherer Betrachtung stellt sich dann meistens heraus oder oft heraus in dieser Altersgruppe, dass es sich um eine Themenverfehlung handelt.

    00:00:26: Dass sie in Wahrheit an einer hormonellen Inbalance leiden Und das betrifft ja auch schon jüngere Frauen, denn wie wir wissen sinkt der Progesteronspiegel hier schon zehn bis fünfzehn Jahre vor der Menopause.

    00:00:39: und es kommen dann auf junge Frauen mit kleinen Kindern die sagen ich kann nicht mehr.

    00:00:43: Ich bin überfordert.

    00:00:44: Ich kann mich nicht mehr konzentrieren.

    00:00:46: Ich habe nicht gut

    00:00:47: schlafen.".

    00:00:49: Und da ist es dann auch sinnvoll sich den Progestoronspiegeln anzuschauen.

    00:00:52: Und sinnvoll darüber Bescheid zu wissen, nie die Psyche oder die Wechslehrer zusammengehören?

    00:00:57: Genau!

    00:01:10: Ein wunderschönes Guten Morgen.

    00:01:12: Oder vielleicht geht ihr ja gerade am Nachmittag oder in der Mittagspause eine Runde spazieren?

    00:01:17: Wann und wo immer ihr von wegen Pause hört, ich freue mich sehr, dass ihr wieder oder vielleicht auch zum ersten Mal dabei seid!

    00:01:23: In diesem Podcast geht es um die Wechseljahre – und das in all ihren manigfaltigen Aspekten.

    00:01:30: wie sich der Hormonumbau körperlich auswirkt, wie in dieser Lebensphase Frauen immer noch nach und nach unsichtbar werden.

    00:01:37: Und dass die Öffentlichkeit verschwindet, wie sich Wechseljahre auf den Arbeitsplatz auswirken – vieles, vieles mehr!

    00:01:43: Und ein ganz wichtiges Thema, Wechsel-Jahre und die psychische Gesundheit.

    00:01:48: Dieses Thema kommt fast in allen Gesprächen vor war auch immer wieder so bei den Live-Ausgaben des Podcasts, die übrigens eine super tolle Möglichkeit sind zum Austausch.

    00:01:57: Deshalb wird es von Zeit zu Zeit auch immer live Podcasts geben – die Termine dafür wie immer in den Shownauts!

    00:02:03: Und bevor's losgeht, eine kurze Werberschaltung.

    00:02:06: Amnibiotik aktiv unterstützt nicht nur diesen Podcast sondern begleitet Frauen durch wechselhafte Zeiten im Leben.

    00:02:14: AmniBiotik aktiv erhältlich in deiner Apotheke.

    00:02:18: Ein Tipp für Balance und Reset

    00:02:20: in den Wechseljahren.

    00:02:22: Fasten & Detox mit Genuss im Marienkorn, Retreat & Health Resort im Neusiedler Seabingrip.

    00:02:30: Für Gesundheit bleibt und Erholung wirft!

    00:02:34: Jetzt aber zum heutigen Thema das wir heute endlich mal richtig vertiefen können – die Menopause oder die Wechsel Jahre und die Psyche.

    00:02:42: Die Frau deren Stimme ihr schon anfangs gehört habt.

    00:02:45: Die hat sehr viel dazu zu erzählen, sie ist Psychotherapeutin und hat als Einschwerpunktthema die Wechseljahre gewählt.

    00:02:51: Herzlich Willkommen Ursula Buchelt-Blösch!

    00:02:54: Vielen Dank für die herzliche Einladung.

    00:02:56: Freu mich sehr dass du da bist.

    00:02:57: wir haben einander am Menodeik kennen gelernt.

    00:02:59: Da habe ich eine Podiumsdiskussion moderiert.

    00:03:02: Du warst Teil des Podiums da ging es eben um die Psyche und die Wechsliare.

    00:03:07: Ich wusste das schon vorher aber auch aus allen Dingen die du erzählt hast war mir klar okay Das sollte man mal genauer hinschauen, deshalb habe ich dich eingeladen.

    00:03:15: Vielen vielen Dank, dass du da

    00:03:16: einladen gefällt bist.

    00:03:17: Ich freue mich sehr den Gast sein zu dürfen.

    00:03:19: Vor allem ich sehr seit wann beschäftigtst du dich als Psychotherapeutin mit den Wechseljahren?

    00:03:25: Tatsächlich seit meinen frühen zwanzigern!

    00:03:27: Denn ich hatte bereits im Studium und auch Eineinhalb Jahre danach, also insgesamt drei Jahre die Chance bei Herrn Prof.

    00:03:35: Huber als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig zu sein und er war damals noch ein sehr junger Lehrender und sehr mitreißend.

    00:03:42: es war eine Aufbruchstimmung.

    00:03:44: Es wurde damals die Medopausenambulanz gegründet Es wurden in weiterer Folge auch Ambulatorien gekründet Und das war eine sehr große Begeisterung da, die mich mitgerissen hat.

    00:03:55: Bei den Anamnesen ist mir dann sehr bald aufgefallen, dass im Vordergrund viele psychische Probleme stehen.

    00:04:00: Zum Leidwesen meiner Kollegen haben meine Anamnesen immer am längsten gedauert denn die somatischen Beschwerden, die waren sehr schnell abgeklärt.

    00:04:08: aber dann haben wir die Frauen ihre psychischen Belastungen berichtet und das hat bei mir entfacht das Interesse dafür der Zusammenhang zwischen Psyche und Hormone.

    00:04:21: Wenn ich da nochmal auf diese Anfangszeit ein bisschen mehr eingehen darf, ich hatte Professor Hubert auch hier als Gast im Podcast, er war dann natürlich ein absoluter Pionier und du hast die Hormonambulanzen angesprochen.

    00:04:32: das sind ja alles Dinge die leider rückgängig sind.

    00:04:35: in der Zwischenzeit wie geht es dir damit dass jemand schon so lange dabei ist?

    00:04:41: Ich habe das ja miterlebt, denn ich bin ja jetzt dreiundsechzig.

    00:04:44: Das heißt meine Wechseljahre liegt schon länger zurück und damals wurde darüber nicht viel gesprochen noch vor zwölf dreizehn Jahren.

    00:04:56: Ich hatte das Glück dass Veronica Pillig an eine gute Freundin von mir ist die sich damit schon befasst hat und mich auf die neueste Literatur aber auch eine englischsprachige Literatur aufmerksam gemacht hat

    00:05:08: mit Wechselweise nicht.

    00:05:09: Veronica war auch schon hier im Podcast, die arbeiten noch immer wieder zusammen bei manchen Veranstaltungen.

    00:05:14: Die absolut auch so... Die ersten waren das auf größerer Plattform der Menodei ist ja auch von wechselweise organisiert.

    00:05:20: aber wie du sagst es gab keine deutschsprachige Literatur.

    00:05:22: nach vor kurzem

    00:05:24: Ja und es hat sogar ob bei Ärztinnen hat's oft Empörung hervorgerufen.

    00:05:29: Nach Hormone brauche ich nicht Na Gott sei Dank brauchte ich keine Hormon.

    00:05:32: Warum eigentlich?

    00:05:34: Es ist diese Angst nach dieser Studie in diesen.

    00:05:37: Also jetzt wohnen Sie zweitausend Wände?

    00:05:39: Ja,

    00:05:39: inzwischen ist sie offiziell revidiert worden und zurückgenommen worden.

    00:05:45: Da waren die falschen Probandinnen, die falsche Interpretationen auch.

    00:05:49: ich kann nicht sagen bei mir hat das mit ungefähr Mittevierzig also vor zehn Jahren angefangen.

    00:05:54: Mir ist es sehr schlecht gegangen aber ich habe immer gedacht äußener keine Hormone weiterkriegst du kräfst da saß auch in mir so tief drinnen.

    00:06:00: Im Nachhinein denke ich mir, ich hätte ein paar Jahre nicht ganz arg so leiden müssen wenn es hier mehr Aufklärung gegeben hätte.

    00:06:06: Das denken sich jetzt viele Frauen.

    00:06:07: Ja ja und das waren damals nur diese im amerikanisch als geheißen die compounding pharmacies.

    00:06:14: aber bei uns hat's nur die weltapotheke eigentlich gegeben die bioädente hormone mischungen hergestellt hat magistrale da.

    00:06:22: es war schwierig daran zu kommen

    00:06:24: weil du erzählt hast dass du selbst in jungen Jahren bei professor huber mit dem Thema auf einmal zu tun hat ist und erlebt hast, wie es größer wurde als Hormonambulanzen gegründet worden sind.

    00:06:34: Und jetzt geht das ganze ja eher zurück.

    00:06:37: Hormonenambulanzen gibt's weniger.

    00:06:39: Es gibt auch weniger Behandlungen auf Krankenschein.

    00:06:41: Kannst du dir das erklären?

    00:06:44: Ja ich habe das ja am eigenen Leib erspürt.

    00:06:48: Ich bin ja schon dreiundsechzig und meine Menopause liegt schon länger zurück.

    00:06:52: Und damals hat es eigentlich sehr wenig deutschsprachige Literatur dazugegeben.

    00:06:59: Durch die Veronica Pelikan, meine liebe Freundin, bin ich auf amerikanische Literatur gestoßen.

    00:07:04: Da wurde dann von Compounding Pharmacist gesprochen wo Bio-idente Hormone Magistrale da gemischt werden und verabreicht werden können.

    00:07:13: Und das hat bei uns gar nicht so leicht daran zu kommen, und es hat auch keine kaum Gynäkologen gegeben die sich damit befasst haben.

    00:07:19: ich habe meinem Gynädekologen die Literatur die ich zur Hand habe ergeben, der hat dann sehr dankbar aufgegriffen.

    00:07:27: Hast du ja ein bisschen nachhause mitgebracht?

    00:07:33: Ja genau!

    00:07:35: Es ist ein Riesenjama.

    00:07:36: Ich hab in meinem Freundeskreis gewirkt Und ich glaube, es ist ein politisches Problem.

    00:07:44: Wir Frauen könnten... wir stellen eigentlich eine große politische Macht da, wenn wir nach außen gehen und das ist die Öffentlichkeitsarbeit, wäre wirksam.

    00:07:57: Das was du in mit deinem Podcast hier machst, das ist von Nöten!

    00:08:01: Die Öffentlicheitsarbeit und die vielen prominenten Role Models, die ja jetzt auch sehr selbstbewusst An der Öffentlichkeit gehen zuletzt sogar Heidi Klum, die gesagt hat ja ich habe ein paar Kilo zugenommen.

    00:08:12: Das sind die Wechseljahre.

    00:08:14: Das ist das was wir brauchen.

    00:08:16: Ja,

    00:08:19: wie das vor zehn Jahren bei mir begonnen hat gab es auch noch sehr wenig Literatur muss ich sagen.

    00:08:23: meine Rollmodels waren dann Michelle Obama oder Offer Winfrey, die das gesagt haben und ich mir endlich gedacht hab oh Gott!

    00:08:29: Ich bin nicht alleine.

    00:08:30: Aber die Ärzte, zu denen ich gegangen bin, haben auch gesagt, da musst du durch.

    00:08:35: Du bist so jung oder gibts irgendwie nichts?

    00:08:37: Dann gab es diese Studie, die auch mir irgendwie ... Ja, Angst gemacht hat.

    00:08:43: Weil da herauskam ... Das triggert alles Krebs.

    00:08:46: inzwischen ist diese Studie offiziell revidiert.

    00:08:50: Das heißt ja trotzdem noch nicht das Hormonersatztherapy die Methode ist, die jede Frau wählen möchte.

    00:08:55: aber diese Angst, die da gemacht wurde und dann ist alles so zurückgefahren worden und de facto reden wir viel und tun wir viel Aber es gibt weniger Medikamente am Markt Es gibt weniger Behandlungen Ja!

    00:09:06: Das trägt auch nicht zur psychischen Gesundheit bei.

    00:09:08: dieser Situation

    00:09:12: Das bewirkt ja auch Befrauen, dass sie das Gefühl haben, sie sind unsichtbar.

    00:09:17: Es ist ein Age-Shaming.

    00:09:20: Sie haben Angst ihrer Weiblich... Auch ich hatte das Angst die Weiblichkeit zu verlieren So quasi wie in früheren Zeiten dann ein Großmutter da sein nur mehr zu führen.

    00:09:30: Ich habe gerade den großartigen Film gesehen Mein altes neues Ich der dänischen Regisseurin Der jetzt auch bei uns in den Kinos läuft.

    00:09:41: Da wurde auch historisch ein bisschen zurückgeblickt.

    00:09:43: und ganz früher sind Frauen aber hysterisch abgestuft worden in dieser Zeit.

    00:09:48: Später haben es von der Valium gekriegt.

    00:09:49: Es wurde immer so auf die Seite getränkt.

    00:09:52: Und das ist auch gerade, wenn du das Gefühl hast, dass geht ja auf einmal psychisch nicht besonders gut natürlich nicht sehr hilfreich Wenn du merkst okay aber wo gehst du hin damit?

    00:10:02: Deshalb möchte ich mit dir da als auch wirklich vermehrt über dieses Thema reden.

    00:10:07: Warum eigentlich machen die Wechseljahre diese psychischen Themen aufbefragen.

    00:10:12: Na ja, die hormonelle Inbalance und das absinkender Hormonspiegel hat einen hohen Impact auf unser Gehirn.

    00:10:21: Es wirkt auch auf den Neurotransmitter nicht?

    00:10:23: Auch auf Serotonin-Dopamin.

    00:10:26: Das sind Wohlfühl-Neurotransmitter.

    00:10:28: und das bewirkt dann auf diesen bestimmten, diesen bekannten Brain Fog dass man

    00:10:34: oder Konzentration... Minornebel meinem nichts meinfällt.

    00:10:37: Ja genau, Konzentrationsschwierigkeiten verminderte Belastbarkeit, Schlafstörungen.

    00:10:44: Wenn ich nicht geschlafen habe, in der Nacht bin ich am nächsten Tag geradert, fühle mich insuffizient und wenn ich mich insoffizient fühle dann macht das was mit meinem Selbstbewusstsein.

    00:10:54: Ja

    00:10:56: es ist ein Teufelskreis gewissermaßen.

    00:10:58: Wie ist das jetzt in einer Ordination?

    00:10:59: Wenn Frauen zu dir kommen Und vielleicht von sich aus auch ansprechenden Verdacht, ihr psychisches Unwohl befinden könnte mit den Wechselern zu tun haben oder eben auch nicht.

    00:11:09: Oder die erzählen, sie sind in letzter Zeit einfach wahnsinnig schlecht drauf Wie gehst du davor?

    00:11:16: Wie findest Du auch heraus dass der Grund die Wechslehrer sind?

    00:11:19: Naja da ist eine ausführliche Anamnese vor Nöten Dass ich mal schau.

    00:11:24: gibt's in der Vorgeschichte depressive Phasen?

    00:11:26: Gibt es eine genetische Predisposition?

    00:11:30: Gibt es irgendein Belast in das Ereignis, dass rezent aufgetreten ist?

    00:11:36: Und dann ist es einfach auch sehr viel Brauchgefühl bei mir.

    00:11:39: Weil eine klinische Depression sieht einfach anders aus als diese Stimmungsschwankungen.

    00:11:46: Kannst du das ein bisschen genauer erklären?

    00:11:48: Ja!

    00:11:49: Bei einer klinischen Depression.

    00:11:50: die dauert also mindestens zwei Wochen.

    00:11:53: Freude nicht mehr möglich, aber auch nicht Traurigkeit.

    00:11:57: Die Effekte sind flach und man empfindet weniger.

    00:12:01: Die Frauen staunen mich mit oft sehr stumpfen Augen an.

    00:12:04: Man sieht das da geht nichts mehr, die sind nicht funktional Sie können den Alltag nicht bewältigen, manche können nicht einmal mehr Zähne putzen.

    00:12:13: Selbst für Sorge leidet dann schon.

    00:12:16: Da hat es keinen Sinn zu sein.

    00:12:17: reist ich zusammen... Was geht nicht?

    00:12:19: Es geht einfach nichts!

    00:12:22: Das ist dann

    00:12:23: eine wirkliche Depression.

    00:12:24: Das ist schon eine ausgeprägte Depression, wobei das ja alles auf einem Kontinuum läuft und bei Minopausal verursachten Stimmungsschwankungen, depressiven Verstimmungen sind die Frauen eher gereizt, oft eher unruhig.

    00:12:40: Sie schauen mich oft mit so einem flackenden Blick an wie ich weiß nicht was mit mir los ist.

    00:12:46: Ich fühle mich so innerlich unruhmig oder ich kann nicht eher aufgeregter.

    00:12:54: Ich habe gelesen, dass auch Frauen die möglicherweise... Man hatte dann schon ein paar Jahre Leben hinter sich, auch das eine oder andere Trauma durch Lütten haben, durch Verlust, Todesfälle und was auch immer, dass sie eher dazu tendieren in dieser Hormonumstellung auch psychische Probleme haben.

    00:13:09: Kann man da eine Korrelation herstellen?

    00:13:11: Ja natürlich!

    00:13:12: Weil es kann ja auch diese hormonelle Inbalance wieder eine Depression, eine klinische Depression getragert werden.

    00:13:22: Das heißt, das ist für alle Frauen die uns jetzt auch vielleicht zuhören und die vielleicht bei sich selbst gerade das Gefühl haben Puh irgendwie renne ich nicht so wie ich renne oder ich beobachte eine Kollegin oder eine Freundin.

    00:13:32: Der Radist wirklich geht es zur Expertinnen, zur Ärztin, zur Psychotherapeutin.

    00:13:38: dort kann nämlich geholfen werden.

    00:13:40: Ja man muss aber ein mündiger Patient sein und sich nicht wem auf Wienerisch sagt abschasseln lassen.

    00:13:48: Das passiert sehr oft, ja?

    00:13:50: Und es passieren Sachen die unglaublich sind.

    00:13:52: Eine Patientin von mir wurde von der Radiologin bei der Mammografie geschimpft, der zu ihr gesagt hat sie sind über sechzig was brauchen Sie Hormone?

    00:14:01: Was geht das die Radiologe da?

    00:14:03: Weil sie meinte dass das eben das Brustkrebsrisiko steigert.

    00:14:07: Wohl nicht so gut informierte

    00:14:10: Radiologen Aber wahnsinnig verunsichern wenn ich sowas von meiner Ärztin höre.

    00:14:13: Übergriff

    00:14:13: weg!

    00:14:14: Warum braucht eine Frau über Sechzig keine Hormonen?

    00:14:18: Warum brauchen wir nicht noch Lust, Sexualität, Freude am Leben und Jugendlichkeit?

    00:14:23: Wir haben noch so viel Lebenszeit vor uns.

    00:14:25: Hat sich ja sehr verändert.

    00:14:27: also das ist der.

    00:14:29: ich habe hier die unterschiedlichsten Themen über dich mich unterhalte und eben auch das beschäftigt mich so weil ich eben keine Ärztin bin aber als Journalist in dieses Thema bearbeitet interessiert mich wahnsinnig auch das Thema Arbeitsplatz und Arbeitsmarkt.

    00:14:41: Ich hatte Johannes Kopfhör relativ am Anfang den AMS-Chef.

    00:14:46: sind Frauen jetzt im Arbeitsprozess, die noch vor zwanzig Jahren mit der Mitte Richtung Ende fünftig einfach in Pensionen, Frühpensionen oder so immer gegangen sind.

    00:14:55: Und jetzt haut es viele Frauen aus dem Arbeitsprozesse raus

    00:14:57: eben

    00:14:58: wenn sie die Wechslehrer sehr stark treffen beispielsweise.

    00:15:02: Also das hat sich ja sehr verändert auch das Bild denke ich auch von Frauen ab diesem Alter.

    00:15:09: Das sind nicht die großen Mittel die sich irgendwo verstecken können

    00:15:13: Nein.

    00:15:14: Jetzt kommt in eine neue Lebensphase eigentlich, wir sind jetzt selbstbestimmt auch selbstbewusster wie Frau Prof.

    00:15:20: Kober schon einen früheren Podcast gesagt hat.

    00:15:22: Wir sehen alles mit mehr Klarheit.

    00:15:26: Diese hormonelle Umstellung bewirkt ja auch sehr viel in uns.

    00:15:29: Wir sind nicht mehr auf das Nest ausgerichtet, fokussiert.

    00:15:34: Wir müssen nicht mit dem Nest behüten und uns nichts mehr gefallen lassen.

    00:15:38: Die Kinder sind groß, die sind erwachsen.

    00:15:41: Jetzt können wir unser Leben leben so wie wir es uns vorstellen.

    00:15:43: Wir sagen

    00:15:44: auch mal öfter Nein vielleicht!

    00:15:45: Das ist unangenehms, unbequem?

    00:15:47: Ja, aber es ist uns egal wenn wir unbequent sind.

    00:15:51: Es kann uns egal sein, wenn wir zu diesem Selbstbewusstsein finden...

    00:15:55: Weil du angesprochen hast vorhin die Hälfte der Menschheit oder wie viele Frauen, das sind.

    00:15:58: also jetzt wenn man annimmt diese Phase.

    00:16:02: Der Wechslehrer ist ja sehr unterschiedlich alles individuell aber dauert ungefähr zehn Jahre sagen wir so dann ist es ungefähr in Österreich im Moment eine Million Frauen die gerade aktuell in dieser Phase sind.

    00:16:13: Das ist nicht wenig.

    00:16:15: Also man sollte schon diesen Faktor durchaus auch auf allen Ebenen hat ja auch gesellschaftspolitische Auswirkungen berücksichtigen.

    00:16:23: Wie ich schon im Eingangs erwähnt habe, als Analog und zur Mito-Bewegung können wir eine Macht darstellen.

    00:16:31: Und sicherlich etwas bewirken im Gesundheitssystem.

    00:16:34: Wir müssen nur rausgehen damit so wie

    00:16:35: du es mit dem Partner machen.

    00:16:36: Es machen eh

    00:16:37: immer mehr!

    00:16:38: Ja genau,

    00:16:39: das

    00:16:39: tut sich weiss.

    00:16:40: Und wir

    00:16:41: bleiben da dran.

    00:16:41: Komm mal wirklich auch zur Psyche zurück.

    00:16:45: Sehr oft liest man das vor allem Angst... Themen auch auftauchen, in den Wechsel lernen.

    00:16:51: Panik ertaken, Angst stören und wir ist dann aufgefallen.

    00:16:55: also eben ich retrospektiv schau er wie das bei mir alles angefangen hat und was ich da alles hatte.

    00:16:59: hätte ich das verstanden hätt es mich nicht zu verunsichert.

    00:17:02: aber ich hatte zum Beispiel eine Phase Ich bin ja ne sehr geübte Autofahrerin ich bin früher tausende von Kilometern auch allein gefahren zwar mal wurscht Auf einmal hatte ich Angst beim Autofahren.

    00:17:12: So was

    00:17:13: kannte ich nicht und ich habe immer zu meinem Partner gesagt, fahr lieber du ohne es irgendwie groß zu thematisieren.

    00:17:18: also das muss jetzt ja nicht gleich eine Panikattacke sein.

    00:17:21: Am Nachhinein hab ich mir gedacht okay, weil jetzt war ich wieder gern ein Auto, jetzt ist man wieder wurscht.

    00:17:25: Am nachher haben wir gesagt ok offensichtlich war das irgendwas.

    00:17:29: Warum aber vor allem diese Ängstlichkeit?

    00:17:31: Warum taucht ihr auf?

    00:17:33: Das kann mehrere Ursachen haben, aber in dem Fall könnte es sein, dass du durch diese hormonelle Inbalance ein plötzliches Herzrasen gehabt

    00:17:40: hast.

    00:17:43: Und das gibt im Gehirn ein falsches Signal!

    00:17:47: Denn wenn wir Herzrasen haben, dann glaubt das Gehirn?

    00:17:50: Na bumm!

    00:17:50: Ich hab Angst.

    00:17:52: Also wenn ich Angst habe muss irgendwo auch eine Gefahr lauern.

    00:17:55: Das ist archaisch.

    00:17:56: Das war der Säbelzantiker, der da ist.

    00:17:59: und dann reagiere ich mit Angst-Symptomen, dass Herz pumpt noch mehr, Blut in die Muskeln zieht's von den Hautgefäßen ab, zieht es aus dem Großherren ab.

    00:18:07: Wir sollen ja nicht denken bei Gefahr.

    00:18:10: Das is ja hinderlich sondern wir sollen so diesen Reflexen weg sein wie... Das ist der schlimmste Reflex, den wir haben können.

    00:18:23: Und das kann sich aufschaukeln.

    00:18:26: Mehrkörperliche Symptome werden wieder zurückgemeldet ans Gehirn.

    00:18:30: Okay, bumm!

    00:18:31: Die Gefahr muss enorm sein.

    00:18:32: Gibt noch mehr Gas und noch mehr wird gebumpt vom Herz.

    00:18:37: Und das kann sich aufschäkeln bis zu einer Panikstörung.

    00:18:40: Da berichten ja einige Frauen darüber.

    00:18:42: Nur Panikattacken?

    00:18:43: Ja.

    00:18:44: Und da sollte man auch was tun weil Angststörungen, Panikattacken sind oft Vorläufer einer wirklichen klinischen Depression.

    00:18:52: Also anstehen lassen und es vergeht eh wieder ist kein guter Rat.

    00:18:56: Ja, genau.

    00:18:57: Und außerdem vermeide.

    00:18:59: die Vermeidung ist der wichtigste verhaltenstherapeutische Satz in dem Fall.

    00:19:04: Konfrontationstherapie?

    00:19:05: Genau!

    00:19:06: Denn durch die Vermeydung wird alles größer und sie kann generalisieren.

    00:19:12: Es kann dann auch dazu führen dass auch sexuelle Erregungen Angst macht und dann Sexualität vermieden wird weil auch da der Herzschlag erhöht wird.

    00:19:21: Und jetzt ein bisschen Verb.

    00:19:23: Gefühlschaos.

    00:19:25: Omnibiotik aktiv begleitet Frauen in wechselhaften Zeiten.

    00:19:28: Omnibiotik aktiv, in deiner Apotheke erhältlich!

    00:19:34: Das ist ja überhaupt ein Thema das natürlich mit psychischen Wohlbefinden auch an den Hand geht.

    00:19:39: eben diese Unglust die viele Frauen in dieser Phase empfinden Auch wieder so dreht sich dann wenn alles dann irgendwie nicht mehr wirklich rund läuft auch in der Beziehung oder im ganzen Leben und so Da kommt man dann auch schwer raus.

    00:19:51: Irgendwie bist du mit dem oft konfrontiert, wenn Frauen zu dir kommen in dieser Lebensphase?

    00:19:56: Sehr!

    00:19:57: Eigentlich spielt Sexualität immer eine Rolle, wenn Patienten in diese Lebensphase zu

    00:20:01: mir kommen.

    00:20:04: Wie kannst Du das Psychotherapeutin mit Frauen daran arbeiten, da diesen Knopf vielleicht wieder zur Öffnung dorthin steht?

    00:20:11: Naja es kommt ja nicht bei allen.

    00:20:14: viele Frauen empfehlt also erfreuen sich der Sexualität bis über die Achtzig.

    00:20:19: Das betrifft nicht alles, vielleicht ein Drittel davon.

    00:20:25: Aber da kommt es zu diesen ganzen Erscheinungen, die sehr unsicher machen.

    00:20:30: Trockene Scheide, Schmerzen beim Verkehr, verminderte Erregbarkeit, Schwierigkeiten einen Orgasmus zu erlangen und das macht sie ja unsicher.

    00:20:40: Sie fühlen sich zusätzlich kommen aber dann auch noch der Verlusteattraktivität.

    00:20:44: Dass älter werden?

    00:20:45: Ja, dass älte werden, der Bauch ist wappelig Die Schenkel sind irgendwie, haben Teilen.

    00:20:50: Also sie fühlen sich auch unsicher und kommen zu mir und sagen, das ist jetzt vorbei.

    00:20:55: Sie schließen einfach damit

    00:20:56: an?

    00:20:56: Das ist alles so trocken unten herr ich oder so.

    00:20:58: Da geht nichts mehr.

    00:21:00: Oder ich bin auch so unattraktiv.

    00:21:02: Ich will mich so gar nicht zeigen.

    00:21:03: Ja, ich fühle mich in meinem Körper nicht wohl.

    00:21:05: Das bin ich dich!

    00:21:06: Ich will das gar nicht mehr.

    00:21:09: Und es ist wahrscheinlich hauptsächlich die Charme die diesen Rückzug in der Sexualität bewirkt.

    00:21:17: Und Scham ist ja das schlimmste Gefühl, dass wir haben können denn es vernichtet uns und es wird dann nicht gesprochen mit dem Partner und der Partner fühlt sich dann wenn er nicht selbst irgendwie informiert oft zurück gewesen und dann kannst du einer großen Spannung oder Distanz in der Beziehung kommen zu einem Teufelskreis.

    00:21:40: Ich habe übrigens gelesen, dass es durchaus auch in dieser Lebensphase immer wieder Trennungen oder Scheidungen gibt.

    00:21:46: Die vielleicht gar nicht nur von der Beziehung abhängen sondern eben auch von dieser Transformation oder dieser schlechten Phase durch die Frauen in den Wechsel lernen gehen, die dann derartig auch mit Rückzug so wie du es gerade angesprochen hast reagieren und verscharmt oder Dinge nicht anzusprechen dann eher auch Beziehungen sprengen.

    00:22:05: also das Ich habe auch schon mit anwaltenden Gesprächen, das wird auch mal ein Thema sein.

    00:22:10: Es gibt durchaus viele Trennungen in dieser Lebensphase.

    00:22:13: Ja ich glaube es ist immer alles multifaktoriell aber einerseits ist es wohl das dass um sechs in langen Beziehungen aufrecht zu erhalten ist Intimität notwendig und für die Intimitet ist die Kommunikation so wichtig dass man sich dem anderen wirklich zeigt Mit allen Fantasien, auch mit allen Schamgefühlen.

    00:22:41: Dass man die offenbart.

    00:22:43: Denn der Partner oder die Partnerin – wenn sie wesentlich jünger ist – haben genauso ihre Probleme und das eröffnet dem anderen ja dann auch die Möglichkeit sich zu öffnen und über die eigenen Ängste zu sprechen.

    00:22:55: Und diese Intimität kann von Vorteil sein um wieder die Leidenschaft anzufachen.

    00:23:05: Das andere ist, dass Frauen einfach nicht mehr gewillt sind alles hinzunehmen.

    00:23:13: So was ich zuerst besprochen habe.

    00:23:15: Nicht die Nestbaufase ist vorbei.

    00:23:17: in diesen Jahren bis du den Wechseljahren sind wir darauf bedacht das es dem Hüter des Nests gut geht Und wir tun alles dazu, dass der Mann zufrieden und glücklich ist.

    00:23:28: Denn wir brauchen ihn ja für das Netz!

    00:23:30: Das ist auch

    00:23:31: heil schon biologisch in uns drinnen.

    00:23:32: Das ist unser Programm.

    00:23:35: Nach dieser Phase brauchen wir den nicht mehr.

    00:23:38: Dann können wir selbst entscheiden was wollen wir?

    00:23:41: Und dann gibt es – wie du richtig sagst – was ich auch schon festgestellt habe sehr viele Affären in den Sechzigern bei Frauen.

    00:23:49: Ah

    00:23:49: tatsächlich?!

    00:23:50: Ja.

    00:23:51: Viele Trennung.

    00:23:53: Und Frauen berichten, ich habe jetzt den besten Sex meines Lebens.

    00:23:58: Was du gerade angesprochen hast ist für Partner und ich sage das bewusst in der männlichen Form also für Männer nicht so leicht wahrscheinlich wenn sich ihr gegenüber da so transformiert oder zurückzieht oder einfach nicht mehr alles mitmacht sowie gerade geschildert.

    00:24:15: Das heißt das ist ja auch eine für Männer sehr herausfordernde Phase.

    00:24:20: Wie sollen die damit umgehen?

    00:24:23: sich informieren, auch rausgehen.

    00:24:28: Sagen was ist los?

    00:24:29: Was brauchst du?

    00:24:30: Was willst du?

    00:24:31: Wie hast du es gerne?

    00:24:32: Was kann ich tun und auch in die Kommunikation gehen.

    00:24:37: Das ist glaube ich mit deiner der Gründe warum dieses Thema auch so aus der Tabutswohnung gehört damit man darüber normal sprechen kann.

    00:24:43: das ist ja immer noch nicht erfahrt glaube ich im Allgemeinen

    00:24:46: Ja, es ist auch immer noch so schambesetzt.

    00:24:49: Ich sehe das sogar bei jungen Frauen, dass vieles nicht benannt werden kann, dass die über Sex so schwer reden können und Männer können es komischerweise noch schwerer.

    00:24:59: sie können zwar Witze machen trefflich aber wirklich über Sexualität sprechen.

    00:25:04: fällt ihnen schwer?

    00:25:04: mir das unlängst ein Mann gesagt mit einem Mitte-Sechzigjähriger in meinem Therapierraum dem ich empfohlen habe eben zu sprechen rauszugehen was er möchte, seine Frau zu fragen.

    00:25:18: Er hat mich groß angeschaut und sagt über sechs spricht man?

    00:25:24: Es ist schwierig!

    00:25:25: Das steckt schon auch so erziehungs- kulturellmäßig in uns allen wahrscheinlich

    00:25:31: Ja.

    00:25:31: für mich ist es erstaunlich dass das bei jüngeren Leuten auch noch immer manchmal lesen.

    00:25:36: ja es ist ja auch erstaundlich dass die Wechslehrer ein Tabuthema sind wo man sich denkt wir leben eigentlich in einer Zeit Über alles spricht, ist aber dann eigentlich gar nicht so.

    00:25:45: Wenn man genauer hinschaut gibt immer und in dem Fall jetzt psychische Gesundheit und Wechseljahre, da treffen wir einander fast ein bisschen zwei Tabuthemen weil über die psychischen Gesundheit spricht man ja immer auch noch nicht so offen wie darüber dass man den Blind am operieren muss zum Beispiel.

    00:26:02: Natürlich es hat alles mit Attraktivität zu tun und es kränkt oder verletzt zumindest drei unserer Grundbedürfnisse.

    00:26:12: Wir haben das Grundbedürfnis nach Selbstweiterhöhung, wir haben ein Grundbedurfnis nach Bindung und wenn wir einen Attraktivitätsverlust oder einen vermeintlichen Attraktives Verlust haben dann könnte das ja auch unsere Chancen auf Bindung vermindern.

    00:26:29: Und wir haben auch das Grund Bedürfnissen nach Lust- und Unlostvermeidung.

    00:26:34: Das heißt es vermindert auch unsere Schausen auf gute Sexualität.

    00:26:41: So ein Tabuthema, ich möchte nicht zugeben.

    00:26:43: Ich wollte es selbst nicht zu geben.

    00:26:45: Man möchte nicht so gehen.

    00:26:46: Ich komme jetzt in diese Phase wo ich als Frau nicht mehr... ...nicht mehr weiblich bin, nicht mehr attraktiv

    00:26:51: bin.".

    00:26:51: Es gibt ja auch einige Frauen die das gar nicht so gut finden dass es so Podcasts gibt oder das öffentlich darüber gesprochen wird über die Wechseljahre.

    00:26:59: ebenso glaube ich weil sie meinen wir machen uns da als Frauen nächstes Thema auf noch mal Schwäche zeigen, dass es wir nochmal ein Problem sind in der Partnerschaft oder am Arbeitsplatz.

    00:27:11: Ich bin überhaupt nicht dieser Meinung.

    00:27:13: deshalb tue ich das ja auch hier.

    00:27:14: aber es gibt ja auch Frauen die das Gefühl haben nur nicht darüber reden weil das macht uns irgendwie dann noch unattraktiver vielleicht als ich mir eh schon fühle in der Phase um sie jetzt einmal so zu spiegeln.

    00:27:23: Ja aber ich glaube

    00:27:23: das ist bei

    00:27:24: Frauen die da so verdrängen wollen zu einem noch höheren Leidensdruck führt.

    00:27:29: Weil es is ja Und da können wir so viel operieren, Landscheibe die Versuche machen und alles.

    00:27:37: Es ist so.

    00:27:38: Soviel Eis baden kann man gar nicht.

    00:27:39: Ja es ist so ja!

    00:27:40: Wir altern der Körper verändert sich aber es bringt auch so viele Vorteile.

    00:27:45: Da empfehle ich allen.

    00:27:46: Die ist eine bekannte Serie, die Netflix-Serie Grace & Frankie.

    00:27:51: Nein ich hab's geliebt.

    00:27:52: leider ist sie

    00:27:53: aus sollte ewig weitergehen.

    00:27:55: Nächste lang habe ich

    00:27:56: Spinch gewascht Und das ist der Ausblick aufs noch höhere Alter.

    00:28:01: Großartig!

    00:28:02: Es wird alles tabulos angesprochen und man kann damit mit Humor umgehen, dass man es positiv umformen kann.

    00:28:10: Die Jane Fonda ist für mich mein Hero und mein

    00:28:12: Rollmodel.

    00:28:12: Für mich auch immer mehr und auch jetzt mit ihrem Kampf gegen alles politische sein in den USA.

    00:28:16: Das gebe ich in die Scharnhauts.

    00:28:18: Grace and Frank unbedingt schaut sich das an er werde züchtig werden.

    00:28:22: Sie hat ja schon, das war für mich damals schon der Game-Changer.

    00:28:29: Und zwar sehr offen auch über sich selbst alles tabulos angesprochen hat.

    00:28:34: Das ist deine wirklich großartige Frau.

    00:28:37: Du hast schon gesagt darüber sprechen natürlich auch.

    00:28:40: oder jetzt noch mal so... Allgemein, wenn jemand wirklich das Gefühl hat, mir geht es psychisch schlecht in dieser Phase.

    00:28:46: Man weiß ja, es werden Frauen in der Phase überproportional viel antidepressiver verordnet die aber nicht immer unbedingt der beste Weg sind um wieder rauszukommen.

    00:28:58: Was empfiehlt so Frauen, die da jetzt vielleicht zuhören und sagen Da kommen viele Themen vor, mit denen ich auch gerade Engels Struggle.

    00:29:05: Was mache ich da?

    00:29:06: Ja, als Psychotherapeutin kann ich anbieten.

    00:29:09: Therapie auf drei Ebenen – das ist erstens die symptomatische Ebene mit Achtsamkeits- und Entspannungsübungen.

    00:29:17: Genusstraining!

    00:29:19: Das ist Genustraining.

    00:29:20: Klingt wahrscheinlich etwas komisch, aber es sind Wahrheit kleine Genussmomente in den Alterkohlen.

    00:29:25: die wirken aufs Gehirn.

    00:29:26: In der Früh das warme Café-Häferl in den Händen halten.

    00:29:29: Ist ein Genuss moment.

    00:29:31: Vögel zwitschern hören bei der Ampel der Nachbarfahrerin zuzulächeln.

    00:29:36: Da sind mit der Kassierin ein paar Worte wechseln.

    00:29:38: Es gibt so viele kleine Genusmomente die ich im Alltag sammeln kann.

    00:29:43: der einen hohen Impact auf unsere Stimmung haben.

    00:29:46: Das ist so die symptomatische Ebene, dann gibt es die kognitive Ebene dass man mit den automatischen Gedanken arbeitet.

    00:29:54: diese automatischen Gedenken kommen einfach in unser Hirn.

    00:29:57: ja das sind random.

    00:29:58: wir können einfach Associationsketten die sich durch alle möglichen alltagseignisse Träume und soweit ergeben.

    00:30:05: diesen Gedanken müssen wir nicht glauben oder sollen wir auch nicht glauben.

    00:30:09: Wir alle haben schräge, perverse, schrägliche düstere automatische Gedanken.

    00:30:15: Aber wir haben dann dazu die Meta-Kognition.

    00:30:17: das heißt wir können diese Gedanken bewerten und darüber nachdenken oder einen Reality Check machen.

    00:30:22: ist das so?

    00:30:25: Ist jetzt alles ausweglos oder habe ich da noch eine Möglichkeit also mit diesen Gedanken zu arbeiten, die Kognitive Ebene Ist die tiefer gelegene Ebene, die emotionsfokussierte Ebene?

    00:30:37: Dass wir mit den Gefühlen arbeiten.

    00:30:39: Welche früheren Ereignisse werden denn jetzt getrickert?

    00:30:43: Wo geht denn das hin?

    00:30:44: Was war es denn?

    00:30:45: War der traumatische Erlebnis in der Kindheit?

    00:30:48: Woran erinnert mich dieses Gefühl?

    00:30:50: Woher kommt das?

    00:30:51: Es ist ja auch eine Zeit, du hast es auch schon angesprochen.

    00:30:54: Wobei Frauen die Kinder haben auf die Phase kommt wo die Kinder dann auch noch aus dem Haus gehen, wo man auch ein bisschen mehr Zeit da durch zum Nachdenken bekommt.

    00:31:03: das kann gut und das kann schlecht sein.

    00:31:05: Da kann man diesen automatischen schlechten Gedanken vielleicht auch mehr Weg eingeben.

    00:31:10: Ich glaube es war Prushat Mandani, die da gesessen ist wo du jetzt sitzt Die gesagt hat dass sie so eine Zeit der Turballenzen und es kommt zu wahnsinnig viel zusammen.

    00:31:17: Das macht natürlich auch nochmal schwieriger.

    00:31:20: Ja, natürlich.

    00:31:21: Es sind die Arbeitsplatzprobleme, die ich auch mitbekomme.

    00:31:25: Das Frauen sagen auf einmal, ich war so viel wert und jetzt ... Ich war eine Werberin oder Freelancerin und jetzt will die Agentur, dass sich da als Buchhalter in Arbeit oder Sekretärin oder Empfangsdame und Junge bekommen den Job, den ich hatte für den ich so lange gebraucht habe.

    00:31:43: Da sind massive Grenkungen!

    00:31:46: In der Partnerschaft kommt es zu diesen besprochenen Veränderungen.

    00:31:52: Die Kinder gehen aus der Haus, was für viele Frauen aber auch eine Erleichterung ist.

    00:31:57: Solang's den Kindern gut geht sind wir ja froh ... Ein bisschen wie in der Luft?

    00:32:02: Ja, solange allen

    00:32:03: gut geht!

    00:32:04: Da sind wir froh wenn wir unser Ding machen können und so viele fangen einen neuen Beruf an, einen neuen Weg.

    00:32:11: Es eröffnet ja so viele Möglichkeiten.

    00:32:14: Es ist auch eine Frage der Einstellung und der Entscheidung.

    00:32:16: Ganz sicherlich, ich finde das mit den Genussmomenten das finde ich wirklich wahnsinnig schön weil man ja auf der anderen Seite das Gefühl hat Manche Sachen soll man ja nicht mehr so genießen wie früher wo es wurscht war weil wir am Abend ein Glas Rotwein oder einen Käseteller gegessen haben.

    00:32:30: Das ist ja auch eine Art von Genussentspannung im Alltag Diese Genuss-Momente Entweder man vertrocknet das nicht mehr so gut oder ja, wir kämpfen mit Kilos.

    00:32:40: Aber man kann sich in andere Genussmomente suchen und das finde ich sehr schön.

    00:32:44: Absolut!

    00:32:44: Und hier und da sollten wir aber auch der Sinnenfreudigkeit fröhnen.

    00:32:49: Nur

    00:32:49: als Käse?

    00:32:51: Nein um Gottes Willen.

    00:32:51: Das

    00:32:51: ist ja ein bisschen

    00:32:53: bei Longchabbit eine Geschichte die mich ein bisschen stutzig macht weil ich mir denke damit ich lang leben muss ich mich solange kastein lebe dann lieber fast ein bissel weniger gern so lange und kasteime nicht zu viel ist ja sehr vereinfacht zusammengefasst.

    00:33:09: Aber genuss Momente kann man vielleicht auch neue entdecken, die man so in der Aufmerksamkeit auch gar nicht sehen konnte weil das Leben halt auch so wahnsinnig stressig war mit Kindern, mit Job, mit Partnerschaften, mit Dingen wo man sich selbst für mich gab es in der Phase wo wirklich so viel auch mit Kind zu tun waren und für mich selbst keinen Platz.

    00:33:30: Und ich glaube viele Frauen müssen jetzt wieder lernen dass wir Ein bisschen wieder für sich selbst, was gewinnt.

    00:33:36: Was einfach nicht drinnen war wenn man so voll im Leben steht.

    00:33:42: Ich würde mit dir noch gerne ganz kurz tankieren.

    00:33:44: wir müssen überhaupt nicht in die Tiefe gehen.

    00:33:46: ich werde das auch an die Show-Nutz stellen.

    00:33:48: und mir ist da aufgefallen gerade ganz aktuell eine Studie eben zu dem Thema dass wir sprechen von Cambridge.

    00:33:54: also wenn es ein Cambridge-Studio nehme ich das mal okay das schaue ich mir an das ist seriös.

    00:33:59: Ich glaube, ich habe hundertundzwanzigtausend Frauenwander involviert.

    00:34:02: Und da geht es eben auch um die Wechseljahre und die psychische Gesundheit.

    00:34:07: Die Veränderungen im Gehirn sind das ja angesprochen und dass eben auch Angst zunimmt oder andere depressive Verstimmungen zunehmen.

    00:34:16: Dann aber kam der Satz, dass auch die Hormonersatztherapie, der offensichtlich gar nicht wirklich helfen kann – das war wieder nicht so schön zu lesen!

    00:34:25: Ja, das hat mich auch sehr irritiert und es kommt die Harmonisatz der Art B mit den bioidenten Hormonen sehr schlecht weg.

    00:34:32: Dass sie oft sogar ganz im Gegenteil dass die kognitiven Fähigkeiten drunter noch mehr abnehmen oder das Gehirnvolumen sogar kleiner wird ich kann dazu natürlich wissenschaftlich nichts sagen ist nicht mein Fachgebiet.

    00:34:46: was mich schon irritiert.

    00:34:48: Besonders ist, dass das in den Medien gebracht wird.

    00:34:51: Diese Studie besonders hervorgehoben wird aber sehr wenig über die Benefits geschrieben werden haben.

    00:34:56: Unersatztherapie.

    00:34:57: Das finde ich schade und es kommt wieder zu einer Verunsicherung.

    00:35:01: Es gibt schon viele Dinge, die Frauen in dieser Phase sehr verunsichern können und ich glaube auch irgendwann einmal musst du dich entscheiden.

    00:35:08: okay ich bin jetzt davon überzeugt, dass für mich der richtige Weg damit umzugehen.

    00:35:15: Die einen machen TCM, die anderen machen mehr Meditation.

    00:35:18: Die Dritten nehmen Hormone.

    00:35:19: Das ist ja für jede ganz anders.

    00:35:21: Aber im Weg dorthin muss man schon sehr... das klingt die mündige Patientin auch.

    00:35:24: Man muss sehr sortieren und schauen was es mein Ding irgendwie?

    00:35:28: Und auch Frauen, die sich für Hormonesatztherapie entscheiden, wissen ja auch dass sie jetzt nicht die Lösung, dass es dir von heute auf morgen gut geht weil das alles ja so wahnsinnig komplex ist.

    00:35:37: Ja!

    00:35:38: Es ist Trial and Error.

    00:35:40: Wir müssen sehr viel selbst ausprobieren.

    00:35:43: Auch bei der Hormonersatztherapie bei allem, wir müssen selbst schauen was tut mir gut?

    00:35:47: Was hilft

    00:35:47: mehr?

    00:35:48: Es ist weniger forscht!

    00:35:50: Das ist etwas das ich auch wirklich wild finde.

    00:35:52: also auch an dem von mir angesprochenen Film.

    00:35:54: den gebe ich auch gerne in die Show Notes.

    00:35:56: er wird sicherlich eine Zeit lang im Kino und dann wieder irgendwo wahrscheinlich zu streamern sein laufen.

    00:36:00: da wurden auch Forscherinnen besucht eine Hirnforscherin eben die angeschaut sind zusammen mit Alzheimer oder es ist ja auch eine Phase wo man präventiv viel tun kann oder eben auch nicht.

    00:36:12: Und da kam schon unter dem Strich so heraus, wie unglaublich unerforscht in Wirklichkeit dieses Thema einfach immer noch ist?

    00:36:18: Das ist schon erstaunlich!

    00:36:20: Ja ich glaube das liegt aber auch an der Schwierigkeit dass wir einfach... wir sind keine esozertifizierten Geräte und wir reagieren sehr individuell auf äußere Einflüsse und zusätzlich ist das Gehirn einfach noch nicht erforscht.

    00:36:36: Das sehen wir noch sehr weit hinten nach.

    00:36:39: Gibt es inzwischen ja auch schon Bücher über das Gehirn, in der Menopause und so?

    00:36:43: Gebe ich auch nochmal in die Shownotes, haben wir hier auch schon mal ein bisschen darüber gesprochen.

    00:36:46: Tut sich was aber immer noch nicht wirklich genug!

    00:36:49: Eines her... komplexe Geschichte, auch dieses Spezialthema das wir da heute besprochen haben und ich bin wahnsinnig gespannt weil schon langsam kommen wir wirklich zum Ende dieser Ausgabe des Podcasts.

    00:37:00: Ich frage wie du glaube ich weißt?

    00:37:02: Weil ich sage dass immer auch vorher alle meine Gesprächspartnerinnen nach ihrem Menotyp und jetzt bin ich wahnsinnigt neugierig was dein persönlicher Menotype ist.

    00:37:11: Ja viele Freundinnen haben und zwar ältere und Jüngere.

    00:37:14: die älteren Freundin können unsere MentorInnen sein von denen auch Zuversicht bekommen.

    00:37:21: Und jüngere Fraueninnen brauchen wir auch als Mantis, da können wir unser Wissen weitergeben und es gibt uns ja auch wieder Sinn wenn wir auch wirksam sein können.

    00:37:32: Und Freundinnen ist überhaupt das allerschönste auf der Welt?

    00:37:34: Ja!

    00:37:36: Das ist ein wunderschöner Tipp!

    00:37:37: Ich bedanke mich ganz herzlich bei dir, dass du dir die Zeit genommen

    00:37:40: hast.

    00:37:41: Dass wir über dieses Thema reden, das ist ein wahnsinnig wichtiges Thema.

    00:37:45: Ich denke vielleicht treffen wir uns wieder auf dem einen oder anderen Podium, woüber die Wechselhache diskutiert wird.

    00:37:49: Ich

    00:37:49: würde mich sehr freuen.

    00:37:50: Würde ich mich auch wahnsinnigt freuen?

    00:37:52: Ich bedank mich ganz herzlich bei dir.

    00:37:54: Ich bedanke mich bei dir herzlich.

    00:37:56: Und euch vielen, vielen lieben Dank fürs Zuhören!

    00:37:58: Aber wenn euch das gefallen hat, wenn ihr das interessant fandet dann sagt es doch eurer Freundin, euren Freundinnen vielleicht auch weiter... Ja, wenn Ihr Themen habt wo er glaubt die sind hier noch nicht besprochen worden oder sogar Ideen für Gästinnen verspannender dann schreibt mir doch meine E-Mail ist auch in den Schonerts und ich freue mich auf ein Wiederhören und vielleicht auch auf ein Wiederssehen denn von wegen Pause gibt's immer wieder auch live.

    00:38:20: Danke

    00:38:21: schön produziert das

    00:38:42: POT, deine Podcast-Agentur.

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